Direkt zum Hauptbereich

PolizeiGrün-Stammtisch in Hamburg

Im März sollte eigentlich der erste Hamburger Stammtisch stattfinden, der dann jedoch wegen der Corona-Lage abgesagt wurde. Nun wurde ein neuer Anlauf unternommen und Mitgliedern und Interessierten am 26. August das Angebot einer Zusammenkunft in der „Analogwelt“, also vor Ort, gemacht. Da wir auch aus Bremen, Bremerhaven und Schleswig-Holstein Anmeldungen erhalten hatten, wurde aus dem „Hamburger Stammtisch“ der „Stammtisch Norddeutschland“. 
An dem Stammtisch haben sich Kollegen der Kripo, der Schutzpolizei, der Bundespolizei, des Verfassungsschutzes, des Justizvollzugs und der Kriminologie beteiligt. Die Expertise vor Ort und die damit verbundenen Perspektiven waren also weit und bunt. Als „Ehrengast“ besuchte auch noch die Fraktionsvorsitzende der Hamburger Grünen Jennifer Jasberg den Stammtisch, so dass der Austausch auch einer zwischen Fachebene und Politik war. 
Der Stammtisch dient in erster Linie des persönlichen Kennenlernens und der Vernetzung untereinander. Inhaltlich wurden zudem viele spannende Themen diskutiert, wie etwa Entwicklungen bei den großen Polizeigewerkschaften, „Clankriminalität“ und ein kritischer Umgang mit dem Begriff, Grüne und innere Sicherheit, Racial Profiling und Polizeigewalt und Videosequenzen, die im Netz kursieren. 
Für alle stand am Ende des Abends fest: Wir werden uns wiedersehen und sind noch lange nicht ausdiskutiert. Vor allem aber freuen wir uns über weitere Teilnehmer und vor allem auch Teilnehmerinnen (!), da uns aufgefallen ist, dass – wie so oft in Sicherheitsbehörden – Frauen absolut unterrepräsentiert waren.  

Der nächste Stammtisch wird Ende Oktober stattfinden. Wir freuen uns auf euch! Bei Interesse meldet euch gerne per Mail an den Verein.


Beliebte Posts aus diesem Blog

Das LADG Berlin aus juristischer Sicht

Hier ein erneuter Debattenbeitrag zum Entwurf des Berliner Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG), das voraussichtlich in der kommenden Woche im Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedet wird. Der Autor ist Jurist, Hochschullehrer beim Bundeskriminalamt sowie Mitglied bei PolizeiGrün. Eine Leseversion (PDF) inkl. Quellenangaben kann hier heruntergeladen werden. Das LADG-Berlin   von Roland Hoheisel-Gruler, Sigmaringen 1. Hintergrund Besonders in den letzten Tagen hat die Auseinandersetzung um das Landesantidiskriminierungsgesetz des Landes Berlin (LADG) an Schärfe und Intensität zugenommen. Bei dieser Auseinandersetzung geht es vordergründig darum, welche Auswirkungen dieses Gesetz auf die innere Sicherheit in Berlin haben könnte. Neben dem Vorwurf, die Polizei werde unter einen Generalverdacht gestellt, es gäbe eine Beweislastumkehr zu Lasten der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, schwerwiegenden Folgen in personalrechtlicher Hinsicht wurde auch kolportier

Das Berliner Antidiskriminierungsgesetz - viel Lärm um nichts?

Es ist ein Gesetzesvorhaben, das bereits seit rund einem Jahr thematisiert und mitunter heiß debattiert wird. Nun haben es auch Gewerkschaften, Berufsverbände und Zeitungsredaktionen außerhalb Berlins als ein Thema entdeckt, mit dem sich gut Schlagzeilen und empörte Social Media-Posts machen lassen: Der Entwurf für das Berliner Antidiskriminierungsgesetz . Ein Protagonist ist Dirk Behrendt. Volljurist, früherer Richter und seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin. Stein des Anstoßes ist eine Regelung innerhalb des neues Gesetzes, die die Polizei unter Generalverdacht stellen würde. Die es jedermensch erlauben würde, z.B. bei einer Polizeikontrolle laut "Sie diskriminieren mich!" zu sagen und einen Stein ins Rollen zu bringen, der den Polizistinnen und Polizisten das Handwerk legt. Denn: sie müssen dann nachweisen, dass ihre Amtshandlung frei von Diskriminierung war; die oder der Überprüfte

Die Demos der Corona-Leugner - ein Gastbeitrag

Demonstrationsgeschehen (Symbolbild) Zu den Reaktionen auf Polizeieinsätze bei Querdenken-Demos Am vergangenen Samstag war es mal wieder soweit: Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen Tausende Menschen nach Leipzig, um dort im Rahmen der Querdenken-Demo gegen die behördlichen Corona-Auflagen zu demonstrieren. Wie schon in Berlin am 01. und am 29. August war es ein Mix aus Verschwörungstheoretikern, Esoteriker*innen, Rechtsextremen und, ja, auch „Normalos“. Am Wochenende erlangte die Demo verglichen mit den Berliner Aufzügen wenig Aufmerksamkeit. Zum einen gibt es in Leipzig keine Parlamentstreppen, auf denen minutenlang seelenruhig Reichskriegsflaggen geschwenkt werden können, zum anderen wurde zeitgleich zur Leipziger Demo bekannt gegeben, dass Joe Biden im Januar 2021 US-Präsident wird. So reichte es im kurzen Beitrag der Tagesschau am Samstag nur für ein Bild von brennenden Barrikaden aus Connewitz. Zwei Tage später kann man in der Leipziger Volkszeitung nachlesen, was die Zuschauer*in